Meinung : Rot-Grüne Verkehrspolitik: Überstehen ist alles

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Hallo, Berlin, wo bleibt das Geld? Die Düsseldorfer Landesregierung drängt bei den Parteifreunden im Berliner Kabinett auf eine feste Zusage zur Finanzierung des Metrorapids - nur dann kann der Düsseldorfer Landtag bis Ende Februar über das Prestigeprojekt entscheiden. Aber der grüne Koalitionspartner in Berlin, ohnehin kein Freund des Transrapids, wittert schon wieder unlautere Luftbuchungen im Haushalt und schlägt Alarm. Deshalb muss Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig wieder einmal erklären, warum ein Projekt ins Wackeln gerät, das er doch gerade erst vor aller Augen auf die Schiene gesetzt hatte. Nun steht das Verkehrsministerium mit seinen komplizierten Planungsaufgaben, anders als der Verteidigungs-, Innen- oder Finanzminister, selten im Interesse des Publikums. Darüber kann sich der Kanzler nur freuen, denn sonst müsste die Liste der angeschlagenen Minister um Kurt Bodewig ergänzt werden, der in seiner kurzen Amtszeit bislang kaum ein gelungenes Projekt vorweisen kann. Dabei war da einmal ein großes Ziel, das die rot-grüne Regierung versprochen hatte: Es ging um nichts Geringeres als die Verlagerung von Straßen- und Luftverkehr auf die Schiene und auf Wasserstraßen - so steht es zumindest im Koalitionsvertrag. Entweder hat man das im Hause Bodewig vergessen oder man ist gänzlich bescheiden geworden nach dem Motto: Gestalten? Überstehen ist alles. Es sind ja nur noch siebeneinhalb Monate bis zur Wahl.

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