Rot-Rot I: Berlin : Harte Aussagen

Die Bemerkung von Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD), dass linke Gewalt dem Faschismus ähnelt, ist ebenso richtig wie provozierend.

Gerd Nowakowski

Gewalt bleibt Gewalt, und linke Gewalt ist um nichts besser als Attacken von dumpfen Nazischlägern gegen Ausländer. Das hören jene nicht gerne, die mit Autobrandstiftungen und Angriffen gegen Polizeieinrichtungen einen verqueren Kampf gegen den Staat führen und sich zugleich mit ideologischen Klimmzügen absetzen von den Gewalttaten der rechten Szene. Dabei werden sie sich immer ähnlicher: Schwarze Blocks gibt es bei Rechtsextremen, und die antikapitalistischen Sprüche ähneln sich ebenfalls. Und gleich sind sie auch in der Menschenverachtung. Wer Molotowcocktails auf Polizisten wirft, den trennt nichts mehr von Brandanschlägen gegen Asylbewerber. Die Bemerkung von Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD), dass linke Gewalt dem Faschismus ähnelt, ist deshalb ebenso richtig wie provozierend. Freunde macht er sich damit nicht in der Linkspartei. Besonders, weil der Senator indirekt vom Koalitionspartner eine konsequentere Abgrenzung fordert. Immerhin sind Politiker der Linken mehrfach als Anmelder von unfriedlich verlaufenen Demonstrationen aufgetreten. Wer Gewalt ächten will, darf kein gebrochenes Verhältnis dazu haben.

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