Meinung : Rote Karte für Flierl

STREIT IN BERLINER PDS UM STUDIENKONTEN

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Erst wird Thomas Flierl vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit öffentlich abgewatscht, dann setzt es auch noch eine schallende Ohrfeige von der eigenen Parteibasis. Am Sonntag haben sich die Berliner PDSDelegierten mit deutlicher Mehrheit gegen das Studienkonten-Modell ausgesprochen – und damit auch gegen Flierl. Angeschlagen war er schon: Einmal wird er von Wowereit öffentlich gerügt, weil er für nach 1989 entlassene, ehemalige DDR-Wissenschaftler einen Wiedergutmachungsempfang im Roten Rathaus organisieren wollte. Dann nimmt ihn Wowereit zur Brust, weil Flierl die Verantwortung für die Abwicklung der Symphoniker an das Parlament abgeben wollte. Dem PDS-Wissenschaftssenator fehlen die Qualitäten, die für sein Amt notwendig sind. Er sprudelt über von Ideen, hat aber kaum Gestaltungskraft und wenig ausgereifte Konzepte. Genau das haben ihm am Sonntag auch seine Parteifreunde vorgeworfen und ihm die Gefolgschaft verweigert. Was Flierl dennoch retten könnte: Die rot-rote Koalition kann sich im Moment nicht noch eine Personaldiskussion leisten. Mit Peter Strieder hat sie schon Probleme genug. sib

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