Rückkehr der Masern : Gefährlicher Mythos der "Kinderkrankheit" Masern

Googeln Sie mal „Masernimpfung“ im Internet. Oder besser nicht, wenn Sie kleine Kinder haben. Fragen Sie besser einen Kinderarzt Ihres Vertrauens.

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Denn unter den ersten zehn Googletreffern zur Masernimpfung sind vier, die die Impfung verteufeln. Kein Wunder, dass Deutschland mal wieder ein Masern-Hoch verzeichnet. Die Saat der Angst geht auf und das Ziel, die Masern in Europa auszurotten, rückt in weite Ferne. Hartnäckig hält sich der Mythos von der harmlosen „Kinderkrankheit“. Ein gefährlicher Irrtum. Zwar ist es gelungen, die Masern weltweit durch Impfprogramme drastisch zurückzudrängen. Trotzdem starben 2008 noch 164 000 Menschen an der Virusinfektion, die meisten von ihnen kleine Kinder. In drei von 1000 Fällen enden die Masern tödlich. Besonders tragisch sind jene Fälle, in denen sich kleine Kinder anstecken, die noch nicht im Impfalter sind. Jahre nach der Infektion ist nun in Aschaffenburg ein Mädchen durch eine Masern-Hirnentzündung ins Koma gefallen. Wer sein Kind nicht impft, gefährdet auch andere. Umgekehrt schützen Eltern, die ihre Kinder impfen lassen, nicht nur den eigenen Nachwuchs. Das nennt man Verantwortung.

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