Meinung : Sag es mit Verbindlichkeit

SCHRÖDER UND DIE LINKEN

-

Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehen, sagt Faust – ha! Hier hat die SPD ein Problem: Schröder will zu Taten schreiten, findet die rechten Worte aber nicht. Oder zumindest nicht die, die bei seiner Partei und ihren Sympathisanten positiven Widerhall fänden. In Scharen laufen der SPD die Mitglieder davon, seit der Kanzler seine Agenda 2010 verkündete: In NRW, dem stärksten Verband, traten 7700 seit Januar aus. Kein Wunder, dass der Landesvorsitzende an den Bundesvorsitzenden alarmierende Meldungen schickt. Aber es scheint, als seien sie angekommen. Mögen die Linken ihn auch Nerven kosten, Schröder spricht wieder mit ihnen, von Annen bis Nahles. Der Ton ändert sich und damit vielleicht die Ausgangslage für die Verabschiedung der Reformen, die noch anstehen, auf dem Parteitag und im Parlament. In Abwandlung des Faust: Den Ton zu moderieren, kann der Sache nützlich sein. „Soziale Gerechtigkeit“ ist der Begriff, den die SPDSpitze zur Wochenlosung erklärt. Was bedeuten kann: Wer nicht ausbildet, zum Beispiel, wird das noch zu spüren bekommen. Und bei den großen Vermögen wird sich wohl steuerlich auch noch etwas tun. Für wen diese Taten dann sprechen – darüber wird nicht nur die Opposition noch viele Worte verlieren. cas

0 Kommentare

Neuester Kommentar