Sarah Jessica Parker : "Das ist nicht mein Stil"

Mit "Sex and the City" wurde die Schauspielerin zur Mode-Ikone, dabei sagt sie: "Ich habe überhaupt keinen Stil".

Ariane Bemmer

Sie wird andere Schuhe tragen! Nicht mehr nur Manolo Blahnik. Diesmal auch Dior, ein Paar Sandalen von Dior. Man rechnet damit, dass das Modell nach dem Anlaufen des Kinofilms – Deutschlandpremiere ist heute in Berlin – schnell ausverkauft sein wird. Schließlich ist sie Carrie Bradshaw, Star der vier Frauen aus der Erfolgsserie „Sex and the City“: sechs Staffeln, 94 Folgen über die Liebesnöte von vier New Yorker Singlefrauen. Was Carrie Bradshaw trägt, trägt man. Und weil sie, das hat der Internetdienst Femalefirst zusammengezählt, im Film zur Serie 81 Outfits trägt – Burberry (Mantel), Vivienne Westwood (Hochzeitskleid) – werden die nächsten Wochen in den Boutiquen die Bügel nur so splittern.

Aber Carrie Bradshaw ist bloß die Rolle, es spielt: Sarah Jessica Parker, 43, seit elf Jahren verheiratet mit Schauspieler Matthew Broderick, Mutter eines mittlerweile fünfjährigen Sohns, selbst Kind aus bescheidenen Verhältnissen, zur Mode-Ikone geworden durchs Fernsehen. Aber wer hält das noch auseinander? Zu perfekt passt diese fast hagere und in der Regel sehr freundliche New Yorkerin in ihre Rolle. Gar nicht passt dagegen, wenn sie sagt, dass sie am liebsten T-Shirts und Jeans trage. Gerade erst teilte Parker mit, sich in ihrer Filmgarderobe nie wohl gefühlt zu haben: „Ich könnte niemals in diesen äußerst sexy Outfits durch Manhattan gehen“, sagte sie, viel zu freizügig, das hasse sie, „das ist nicht mein Stil.“

Was ihr Stil sei? Sie hat keinen. Daran hat auch Carrie nichts geändert, die ihr vier Golden Globes einbrachte. Sarah Jessica Parker hat auch nie getrunken wie Carrie, sie ging nicht auf wilde Partys, hatte kaum Dates. Sarah Jessica Parker hat aber mit großem Ehrgeiz ihre Ziele verfolgt. Setzte sich unter sieben Geschwistern durch mit dem Wunsch, Schauspielern zu lernen, trat schon mit acht Jahren auf dem Broadway auf, war im Kino lange in kleinen Rollen zu sehen („Mars attacks!“, „Club der Teufelinnen“), und nach „Sex and the City“ nutzte die Mehrfachmillionärin ihren Ruhm, um eine romantische Komödie zu drehen („Zum Ausziehen verführt“), was immer ihr Traum war.

Carrie sagt über das große Los in einer Folge: „Leute gehen aus demselben Grund ins Casino, aus dem sie sich auf Blind Dates einlassen – um den Jackpot zu gewinnen. Aber meistens landen sie pleite oder allein in einer Bar.“ Sarah Jessica Parker sagte über Carrie, dass sie sie beneide um die viele Zeit, die sie mit ihren Freundinnen verbringen könne. Ariane Bemmer

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