Meinung : Schlafen in Deutschland: Man wacht am Rhein (Glosse)

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Die Mauer in den Köpfen - gibt es die überhaupt noch, sind Ostdeutsche und Westdeutsche nicht schon längst bis zur völligen Ununterscheidbarkeit zusammengewuchert? Wir wissen es nicht. Was wir aber seit gestern genau wissen, ist, dass es eine Mauer in den Betten gibt. Nein, nicht was Sie jetzt meinen, nicht diese Geschichte von dem klareren, gesunderen Schnackseln bei den Ossis und dem problematischen, tiefsinnigen Geschlechtsverkehr im Westen des Landes. Nein, es geht ums Schlafen. Die Westdeutschen, so belehrt das allwissende Allensbach-Institut, schlafen nämlich seit Jahren immer schlechter, die Ostdeutschen immer besser. Kurz nach der Wende war das noch ganz anders; da wälzten sich die Neu-Bürger angstvoll in den Betten: Was soll nur werden? - Während der gemeine Westdeutsche dachte: Uns kann keiner. Mittlerweile haben sich die Ostdeutschen in den neuen Verhältnissen eingerichtet, ja eingekuschelt und seine westlichen Mitbürger können derweil vor lauter Sorgen nicht mehr schlafen. Sorgen worum? Um die Ossis natürlich.

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