Meinung : Schlauer als das Leben

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Wenn die Erde den Regeln des Organisationskomitees für die FußballWeltmeisterschaft 2006 folgt, müsste sie seit Donnerstag um Mitternacht ihr Drehen eingestellt haben. Da endete die erste Bestellphase für WM-Karten und nun darf sich im Leben eines demnächst auszulosenden Kartenbesitzers nicht mehr viel ändern. Das bedingt die persönliche Bindung an ein Eintrittsticket. Ein Kartenbesitzer sollte in den nächsten eineinhalb Jahren besser nicht Job, Stadt oder Land wechseln. Das könnte nämlich bedeuten, dass er womöglich nicht die Zeit findet, zu seinem WM-Spiel zu gehen. Auch sollten sich Ehepartner bis zur WM nicht scheiden lassen – denn sie sind fortan durch gemeinsamen Kartenbesitz aneinander geschmiedet. Ebenso Freunde, die gemeinsam bestellt haben. Nur Tod oder Krankheit eines Kartenbesitzers erlauben bisher die Übertragung eines WM-Tickets. Werden die Regeln nicht noch geändert, könnte das unangenehme Folgen haben: Es drohen viele leere Plätze. Und das bei zehn Millionen Bestellungen. ben

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