Meinung : Schuld sind die Sicherungen

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Die Sicherung ist eine oft missverstandene Einrichtung. „Dem Vorsitzenden Westerwelle und seinen Komparsen für die soziale Steinzeit sind offenbar die letzten Sicherungen durchgeknallt“, sagte Gewerkschaftschef Schmoldt. Doch gemeint war offenbar das Gegenteil, denn sonst hätten Westerwelle und seine Komparsen ja stromlos am Boden gelegen, statt die Gewerkschaften anzugreifen. Das Problem liegt wohl generell eher darin, dass die Sicherungen meist heil bleiben und Äußerungen zulassen wie jene, die Attacken auf die Gewerkschaften erinnerten an den 2. Mai 1933 und die Besetzung der Gewerkschaftshäuser durch die Nazis. Schon sehen wir die neoliberalen Horden im grauen Einreiher durch die Straßen toben, vor sich Bilder von Margaret Thatcher, hinter sich die Büchsenspanner aus den Chefetagen. Im Champagnerrausch demolieren sie IGMetall-Büros, zwingen die Bürger, jeden zweiten Sonntag nach 22 Uhr einzukaufen und lassen jedem Verdi-Mitglied das rote Quadrat seiner Gewerkschaft auf die Jacke nähen. Ein Stufenplan Westerwelles sieht ferner die Wiedereinführung der Sklaverei ohne Lohnausgleich vor, Gerhard Schröder will, spät, noch aufbegehren – doch da wird auch er schon abgeholt. Wie vor ihm Oskar Lafontaine …

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