Schulschließungen : Angebot und Nachfrage

Rund 2000 Schulen haben seit der Wende ihre Türen für immer schließen müssen. Allein in Berlin waren es rund 200 – fast sämtlich eine Folge des Geburtenrückgangs. Dramatische Konsequenzen hat dies für die betroffenen Gemeinden und Bezirke. Denn sie verlieren nicht nur die Kinder, sondern mit ihnen auch noch die ganze Infrastruktur, die doch gerade wichtig wäre, um für Zuzügler attraktiv zu sein. Dennoch kann man auch aus der Not von Schulschließungen eine Tugend machen, sofern man das richtige Kriterium für die Entscheidung über das Sein oder Nichtsein von Schulen anlegt. Dieses Kriterium muss immer die Nachfrage der Eltern sein, denn sie ist und bliebt der beste Seismograf für Qualität. Anders als viele Schulen behaupten, ist ihre Existenz nicht nur durch den Schülerrückgang gefährdet, sondern mitunter auch durch Passivität und fehlende Corporate Identity. Wenn Schulen sich durchringen, etwas Besonderes anzubieten, können sie sich mitunter retten, wie es das Neuköllner Albert-Schweitzer- und das Karlshorster Coppi-Gymnasium gezeigt haben. Ja, sogar Neugründungen sind dann möglich, was am Erstarken der freien Schulen zu sehen ist. Den Ausschlag gibt auch hier die Nachfrage. Richtig so. sve

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