Meinung : Schwangerenkonfliktberatung: Überwintern

M.G.

Turbulente Jahre liegen hinter ihnen, turbulente Zeiten vor ihnen. Die katholischen Laien kommen nicht zur Ruhe. Langsam offenbaren sich die schweren Flurschäden, welche der Konflikt um die Schwangerenberatung hinterlassen hat. Die deutschen Bischöfe irrlichtern isoliert und verbissen durch den katholischen Orbit. Die Laienkatholiken von Donum Vitae, obwohl sie die überwiegende Mehrheit der Christen hinter sich wissen, sehen sich inzwischen de facto mit römischem Bann belegt und in die Nähe von Kirchenfeinden gerückt. Von den Oberhirten wagt niemand mehr, offen für sie Partei zu ergreifen und die römischen Anwürfe zurückzuweisen. Und die Rat suchenden Frauen, um die es eigentlich geht, stehen vor einem Wirrwarr von Angeboten. Verständlich zwar die verkrampfte Beschwörung von Normalität, wie sie auch das Zentralkomitee bei seiner Jahrestagung wieder propagierte. Dies wird wenig nützen. Denn der Konflikt ist heillos und unentwirrbar geworden. Einzig mit dem Ende des Pontifikats von Johannes Paul II. gibt es die Chance zu Neubesinnung und Neuanfang. Solange gilt es, ohne allzu große Frostbeulen zu überwintern.

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