Schweinegrippe : Politische Nebenwirkungen

Im Umgang mit den Impfmitteln macht die Regierung alles falsch, was man falsch machen kann

Rainer Woratschka

Schlimmer geht’s nimmer. Wer lernen möchte, wie man alles von Anfang an falsch und dann immer noch falscher macht, muss der Regierung nur bei ihrem Umgang mit der Schweinegrippe zusehen. Erst wird in schriller Hysterie vor einer massenhaft todbringenden Seuche gewarnt – die sich dem staunenden Bürger dann aber als meist harmlose Erkrankung präsentiert, die sich mit Hausmitteln kurieren lässt. Wir erfahren, dass bei der amtlichen Gefahrendefinition von interessierter Seite wohl ein wenig getrickst wurde; wir hören, dass die Impfnebenwirkungen nicht zu vernachlässigen und auch nicht restlos ausgetestet sind; und dann stellt sich heraus, dass für eine besondere Spezies Mensch – Soldaten und wichtige Regierungsmitglieder – ein nebenwirkungsärmeres Serum geordert wurde. Als Nebenwirkungen diagnostizieren wir: Der Zorn über die Zwei-Klassen- Behandlung wächst. Das Vertrauen in die Behördenempfehlungen ist dahin. Die Länder werden auf einem Großteil der teuer gekauften Impfstoffe sitzen bleiben. Und die Gefahr ist nicht kleiner, sondern größer geworden – dann nämlich, wenn sich die Neue Grippe doch zur gefährlichen Pandemie entwickelt.

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