Meinung : Schweres Gelände

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Die Blicke der Aktionäre richteten sich auf einen jungen Mann, dem sein früherer Chef ein „hohes Energieniveau“ und „sehr große Begeisterungsfähigkeit“ bescheinigt. Von Wolfgang Bernhard ist die Rede, dem Neuen in der VWSpitze, der in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Dieter Zetsche Chrysler sanierte und nun in gleicher Mission in Wolfsburg unterwegs ist. „Wir sind froh, dass Sie da sind“, begrüßte am Mittwoch ein VW-Aktionär auf der Hauptversammlung die Lichtgestalt. Zum 1. Mai wird Bernhard Chef der Markengruppe VW, zu der neben VW auch Skoda und Bentley gehören. Der Konzern hat zwar im ersten Quartal mehr verdient als vor einem Jahr. Das aber liegt allein an Audi, Skoda und der Volkswagen-Bank. Die Kernmarke VW dagegen kommt nicht in Schwung und macht wahrscheinlich auch in diesem Jahr Verlust. Der analytisch starke und umsetzungsfähige Bernhard wird vor allem an Abläufen und Strukturen des Riesenkonzerns ansetzen. Wie viel Geld da zu holen ist, zeigt der milliardenschwere Erfolg des Spar- und Effizienzprogramms For-Motion. Entscheidend sind aber die Autos: Der kleine Geländewagen ist das erste Fahrzeug, auf das Bernhard Einfluss nimmt. Er hat die Beschäftigten nach Ideen gefragt, um die Kostenstrukturen bei dem neuen Wagen zu verbessern. Das ist kein schlechter Start. alf

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