Meinung : Sekundarschule ist der richtige Weg

„Die große Ernüchterung“

von S. Vieth-Entus vom 7. September

Die Bildungsreform und somit die Gestaltung von Sekundarschulen als gemeinsamer, leistungsheterogener Lernort ist unseres Erachtens ein richtiger Weg für die Berliner Schule. Das dazu unter anderem Fusionen von Haupt - und Realschulen stattfinden müssen ist uns klar. Aber: Warum eine intakte, sehr gut ausgestattete Schule wie die Werner-Stephan- Oberschule (WSO) „plattgemacht“ wird, um in ein nicht so gut ausgestattetes Gebäude zu ziehen, ist uns unklar.

Das weckt Unmut bei allen Beteiligten und noch mehr Unmut entsteht, wenn die zugesagte Unterstützung, besonders die finanzieller Art, ausbleibt und wie in dem Artikel beschrieben Kollegen neben ihrer regulären Arbeitszeit Räume und Tische putzen, den Umzug der Schulmöbel organisieren und durchführen sowie die Klassenräume renovieren müssen.

Am Beispiel der Mittagsversorgung unserer teilgebundenen Ganztagsschule werden diese Missstände besonders deutlich. Zugesagt war der Bau einer Mensa, übrig geblieben davon ist das Essen auf dem Flur vor dem Büro des Hausmeisters.

Ganz nebenbei erstellen wir gemeinsam neue pädagogische Konzepte für eine gute Sekundarschule und arbeiten dabei über ein gesundes Maß hinaus. Dieser Zustand ist auf Dauer für alle an Schule Beteiligten unzumutbar.

Wir brauchen mehr Zeit für die Gestaltung der neuen Sekundarschule (Schulentwicklung lässt sich nicht in Legislaturperioden planen) und vor allem die zugesagte Unterstützung.

Annett Michaelis und Bianka Hantel,

Lehrerinnen der WSO und Integrierten

Sekundarschule (ISS) Ringstraße,

Berlin-Tempelhof

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