Sicherheitskontrollen : So viel Intimität wie nötig

Sich durchleuchten zu lassen, ist nicht schön. Aber was spricht gegen Körperscanner, wenn die Geräte doch so viel Intimität wie nötig zulassen, um ein Mehr an Sicherheit zu bieten?

Christian Tretbar

Jetzt soll sie wieder erhöht werden, die Flugsicherheit. „Zielgerichtet“ sogar, wie Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sagt. Interessant an solchen Einlassungen ist immer das, was nicht gesagt wird. Denn wer jetzt die Kontrollen erhöhen will, hat sie vorher heruntergeschraubt. Oder gar vernachlässigt. Nachvollziehbar. Wohnt doch vielen Menschen eine gewisse Sehnsucht nach Normalität inne. Nur hat die jetzt einen Rückschlag erlitten. In Zeiten des Terrors ist nicht viel normal. Die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Privatsphäre und Kontrolle ist eine andere. Natürlich ist es lästig, stundenlang zu warten, bevor man in den Flieger kommt. Für Menschen, die nach Israel fliegen wollen, ist das Alltag – seit Jahren. Und bis jetzt mit (Sicherheits-)Erfolg. Sich durchleuchten zu lassen, ist nicht schön. Aber was spricht gegen Körperscanner, wenn die Geräte doch so viel Intimität wie nötig zulassen, um ein Mehr an Sicherheit zu bieten? Absolute Sicherheit bedeutet das auch nicht. Vielleicht aber ein Stück – und das kann viel sein für demokratische Staaten.

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