Meinung : Sichtweise

„Zu schön, um wahr zu werden“

vom 29. Januar

Sie beklagen, dass die gebaute Realität hinter den „hochglanzpolierten“ Entwürfen – den Computer-Renderings – zurückbleiben. Aber fairerweise hätten qualifiziertere Abbildungen der realisierten Gebäude zum Vergleich herangezogen werden müssen und nicht Fotos schlecht belichteter Häuser vor trübstem Berliner Himmel. Auch geben die Animationen von Zoofenster und Spree-Dreieck eine dramatisch überhöhte Dämmer- bzw. Nachtstimmung wieder, während Ihre Fotos bei ungünstigem Tageslicht gemacht wurden. Natürlich leuchten Fenster nur nachts hell. Tagsüber sind sie fast schwarz. Bitte nicht falsch verstehen: Dies ist keine inhaltliche Verteidigung auch nur eines der besprochenen Gebäude (und schon gar nicht des Alexa!). Aber wie soll eine Auseinandersetzung gelingen, wenn schon beim Bericht übers Tricksen auch getrickst wird?

Peter Solhdju, Berlin-Friedenau

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