Meinung : Sieg in jedem Fall

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Ein Gericht soll jetzt also einen dritten Stuhl im Fernsehduell der Kanzlerkandidaten beschaffen. Den für Guido Westerwelle. Die Siegeschancen bei diesem juristischen Unterfangen kann man getrost dahingestellt sein lassen. Um die geht es nämlich nicht. Was rechtlich prekär sein mag, ist nämlich politisch klug. Es liegt in der Logik des Projekts 18, des Unabhängigkeitskurses und der Eigenständigkeit, den Anspruch auf Gleichberechtigung zu erheben. Verliert die FDP, kriegt Westerwelle seinen Fernsehsessel also nicht, kann er wunderbar die beleidigte Leberwurst spielen und sich über mangelnde Fairness beklagen. Solche Geschenke nimmt man gern. Was die Sache selbst angeht, sollte für das Spitzenduell ein simpler Grundsatz gelten. Sich den Wählern präsentieren sollte der, der ernsthafte Siegeschancen hat. Auf Dauer müssen das keineswegs nur die Vertreter von SPD und Union sein. Diesmal aber sind es eben diese beiden. rvr

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