Sieg über Gingrich in Florida : Romney gewinnt schmutzige Vorwahl
01.02.2012 07:44 Uhr
Nach vier Vorwahlen im republikanischen Auswahlwettbewerb steht es im Zweikampf Romney gegen Gingrich 2:1. So wird es wahrscheinlich auch am Ende aussehen. 1144 Delegierte braucht Romney, um auf dem Parteitag Ende August als Barack Obamas Herausforderer nominiert zu werden. Er dürfte sie bekommen.
Florida zeigte eine besonders hässliche Seite dieses Wahlkampfs: Über Sieg oder Niederlage entscheiden in erster Linie Geld und Parteimacht. Romney warf viermal mehr Geld in die Schlacht als Gingrich, rund 12 Millionen Dollar. Der Favorit für die republikanische Präsidentschaftskandidatur und seine superreichen Unterstützerkomitees (PACs) nutzten jede Gelegenheit, um Gingrich niederzumachen.
Der Wahlkampf von Florida war auf allen Seiten ekelhaft, doch entscheidend war: Romneys Kriegskasse ist prall gefüllt, Gingrichs nicht. Zudem hat der Gouverneur die Parteioberen auf seiner Seite. Sie würden alles dafür tun, ihn in den Augen der republikanischen Wähler unwählbar zu machen.
Gingrich sieht darum seine einzige Chance in einem Aufstand gegen das Parteiestablishment. Doch die Rolle des Rebellen passt nicht zu ihm. Es ist noch nicht besonders lange her, dass er selbst zu ihnen zählte. Und die vergangenen Jahrzehnte verbrachte er im Machtzentrum Washington.
Dennoch droht das Duell lang und bitter zu werden (wie es weitergeht, hier). Am Abend seiner Niederlage von Florida verkündete Gingrich, bis zum Ende kämpfen zu wollen. Und trotzig hielten seine Anhänger Schilder mit der Aufschrift hoch: "Noch 46 weitere Staaten!"
Aber wohin sollte der Vollblutpolitiker und ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses noch stürmen? Wo könnte er Schneisen schlagen?


























