Meinung : Skeptische Konjunkturprognosen: Runter mit den Zinsen

alf

Wie wird das Jahr wohl werden? Machen die Firmen gute Geschäfte und stellen mehr Leute ein? Haben die Konsumenten mehr Geld in der Tasche und geben sie dies auch aus? Zumindest die letzte Frage lässt sich zu 50 Prozent mit Ja beantworten, denn durch die Steurreform werden den Steuerzahlern gut 40 Milliarden Mark weniger abgeknöpft als 2000. Ob diese finanzpolitische Maßnahme allerdings die Binnennachfrage in dem Maße anschiebt, dass damit die Abschwächung im Export kompensiert werden kann? Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung ist skeptisch und erwartet für die kommenden zwei Jahre Wachstumsraten unter dem Niveau des Jahres 2000. Ein tristes Szenario; keine Spur von einem kräftigen und langjährigen Aufschwung mit viel weniger Arbeitslosen. Dabei kann eigentlich so viel nicht schief gehen: Die Finanzpolitik hat ihren Beitrag geleistet, die Tarifpolitik ist erst 2002 mit Abschlüssen dran, und der Ölpreis liegt auch wieder auf verträglicher Höhe. Bleibt die Geldpolitik. Wie die Dinge stehen, wird die amerikanische Notenbank schon bald die Zinsen kräftig senken, um die US-Konjunktur zu stabilisieren. Dem Beispiel kann sich die Europäische Zentralbank anschließen. Je eher die Zinswende kommt, desto besser für die Konjunktur, die Arbeitslosen und den Aktienmarkt.

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