SPD kämpft um eigene Tradition : Agenda 1919

Die Sozialdemokraten besinnen sich auf ihre Wurzeln - und wie.

Kampf bis auf die Knochen, das haben die Spitzen-Genossen doch der Lafontaine-Truppe angedroht. Was gemeint ist, wissen wir nun also etwas genauer: Kampf um die Knochen. Jetzt schlägt die SPD also zurück und will Boden gutmachen. Der Friedhof der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde soll wieder ein Hort der Sozialdemokraten werden. Dort, wo jährlich die Nelken bergeweise für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht abgelegt werden und Oskar Lafontaine im Januar ein Heimspiel hatte, will die SPD das Parteibanner setzen. Was ein richtig ausgeschlafener Parteistratege wie SPD-Generalsekretär Hubertus Heil ist, der spürt förmlich den Wind der Geschichte, der über den Friedhof fegt und der etwas müden SPD wieder Rückenwind geben kann; oder so ähnlich jedenfalls. Der Friedhof, der kommt jetzt auf die neue Agenda der SPD-Spitze, zack. Wer die Tradition auf seiner Seite hat, hat auch die Zukunft fast schon gewonnen. Wahrscheinlich wird bald in einem Festakt August Bebel auf den Sozialistenfriedhof umgebettet. Und Lafontaine wird dazu nicht eingeladen. Damit Kurt Beck mal Bundeskanzler wird und nicht der Totengräber der Partei. gn

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