SPD und Grüne zum Präsidenten : Aus der Opposition

Und was macht die Opposition? Die hat gewartet und geschaut, was sich die Regierungskoalition in der Präsidentenfrage leistet. Wen sie sich leistet. Das steht nun fest. Der Gegenkandidat steht nun auch fest.

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SPD und Grüne, von der Linken zu schweigen, hatten sich aber schon Gedanken gemacht, wen sie aufbieten wollen, wenn es auf der anderen Seite die parteipolitisch eindeutig zuzuordnende Lösung gibt; also keine parteiübergreifende, die eine Zustimmung der Opposition geradezu erzwungen hätte. Der Gegenkandidat steht nun auch fest: Joachim Gauck. Der war in der DDR Pfarrer, Bürgerrechtler, ein Oppositioneller, der später der Stasi-Unterlagenbehörde ihren ersten Namen gab. Mit den Jahren ist Gauck konservativer geworden; er hätte auch eine Wahl der Kanzlerin sein können. Diese nun ist den Grünen geschuldet, die SPD hat ihnen den Vortritt gelassen. Das ist taktisch geschickt – nur strategisch gedacht war die Wahl falsch. Katrin Göring-Eckardt wäre eine gute gewesen, als Signal an die Frauen, für Überparteilichkeit, eine Sympathieträgerin. Vorbei. So zeigt die Koalition in der Opposition nicht, dass sie in Zeiten einer Staatskrise (vor der Merkel gewarnt hat) handelt wie eine Regierung im Wartestand, die Besseres fürs Land schaffen kann.

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