Stammzellbeschluss : Donnerwetter

Das Ergebnis im Bundestag war zu erwarten, aber in dieser Deutlichkeit? Donnerwetter. Die strengen Regelungen zur embryonalen Stammzellforschung sind gelockert, bald werden sie aufgehoben sein.

Der Kompromiss, die einmalige Verschiebung des Stichtags, ist keiner; er wird nicht halten. Mag der evangelische Bischof Huber das auch glauben – wie will er garantieren, dass der Bundestag nicht aufs Neue in dieser Weise entscheidet? Für die Skeptiker des „Verbrauchs“ von Embryos ist der Beschluss ein Schlag. Und er wird noch einer werden für die Christlich-Demokratische Union. Nicht zuletzt von ihr, von ihrer Spitze, der Vorsitzenden und Kanzlerin, kam der Antrag, der jetzt angenommen worden ist. Wer vorhergesagt hätte, dass sich die katholische Kirche bei den Grünen besser aufgehoben sehen würde als bei der Partei mit dem C, wäre belächelt worden. Nun, so ist es aber. Das gilt auch für die Tatsache, dass sich die CDU-Chefin gegen das Ende 2007 verabschiedete Grundsatzprogramm ihrer Partei stellt. „Die Achtung der unantastbaren Würde des Menschen hat für uns Vorrang vor der Freiheit der Forschung und der Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit. Wir wollen die Beibehaltung des konsequenten Embryonenschutzes und wenden uns gegen verbrauchende Embryonenforschung.“ Das war einmal. cas

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