Steinbrück und Trittin : Unter Finanzministern

Das Wattige, das in der CDU unter Angela Merkel Konjunktur hat, wird kontrastiert durch Macher-Härte: Das könnte funktionieren

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Das Thema, die Bankenregulierung, vulgo Banken-Bändigung oder Zähmung der Widerspenstigen, ist das eine Signal. Die Zusammensetzung des Duos ist das andere, nicht minder wichtige: Peer Steinbrück und JürgenTrittin. Ganz klar, da gibt es Verabredungen. Diese Verabredung muss schon vorher bestanden haben, also bevor Steinbrück zum Kanzlerkandidaten gekürt wurde. In seiner Rede in Hannover war die Peer-Spitze der SPD unmissverständlich – er will Rot-Grün, basta. Das war eine Einzahlung aufs gemeinsame Konto. Trittin leistete jetzt seinen Beitrag. So wollen die beiden auch kommendes Jahr punkten. Das Wattige, das in der CDU unter Angela Merkel Konjunktur hat, wird kontrastiert durch Macher-Härte; es geht um den Eindruck, dass Profis kommen müssen, die was vom Fach und vom Regieren verstehen, die Entwicklungen ernst nehmen und dann Ernst machen. Und mit ein bisschen Glück kommt eine Durchsuchung bei der Deutschen Bank zupass. Die wird das Gefühl verstärken, dass Banken überhaupt mal Einhalt geboten werden muss. Am besten eben von zwei Finanzministern, einem Ex-, einem in spe. Diese Kalkulation kann aufgehen. Es sind ja noch ein paar Monate, in denen es um noch mehr Geld und Schuld und Schulden gehen wird, und abgerechnet wird zum Schluss.

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