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Stolpe und die Stasi : Sie haben es so gewählt

24.06.2011 19:54 Uhrvon

Fast alle haben es gewollt: Die Brandenburger sind dem Ministerpräsidenten ihrer Wahl immer auf seinem Weg gefolgt sind, in Kenntnis aller Vorwürfe, Unterlagen und Aussagen.

Dass in Brandenburg die Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit nicht als eine der drängendsten Aufgaben angesehen wurde, war schon vor dem Gutachten der Enquete-Kommission bekannt; auf einen Stasi-Beauftragten hatte das Land fast zwanzig Jahre verzichtet. Wirkliche Neuigkeiten werden auch nicht enthüllt. Dennoch erfüllt das Werk einen wichtigen Zweck – in der Gesamtschau wird die Gesamtscheu erst so richtig deutlich. Ein Schlüsselsatz dazu schleicht sich im Gutachten von hinten heran: Die Frage, ob das Verhalten der Abgeordneten dazu geführt habe, ob das Vertrauen der Wähler in sie gestärkt oder geschwächt wurde, „kann nicht ohne Weiteres beantwortet werden“.

Tatsache ist, dass die Brandenburger dem Ministerpräsidenten ihrer Wahl immer weiter auf seinem Weg gefolgt sind, in Kenntnis aller Vorwürfe, Unterlagen und Aussagen. Eine Folge war, dass den Menschen hier auch mehr Stasi-Leute vorgesetzt wurden als in jedem anderen Bundesland, als lehrende Lehrer, belehrende Polizisten, anklagende Staatsanwälte und urteilende Richter. Fast alle haben es gewusst, fast alle haben es gewollt, fast alle haben mitgemacht – auch die mitregierende CDU.

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