Strafe für Terrortraining : Täter ohne Tat

Manche Ideen sollten strafbar sein, etwa diese: Ideen unter Strafe zu stellen. Mit Gefängnis müssten dann Wolfgang Schäuble und Brigitte Zypries rechnen, die nach langer Denkarbeit einen Tatbestand ausgebosselt haben, mit dem sie Möchtegernattentätern, die Terrorcamps besuchen, das Handwerk legen wollen. Ganz so, als würden Terrorschüler an internationalen Terrorschulen ihr Terrorabitur machen, das in einem ordentlichen deutschen Strafprozess gegen sie verwendet werden könnte. Und ganz so, als sei Terrorabsicht etwas, das man riechen, fühlen oder schmecken kann. Kann man aber nicht, es bleibt eine Idee und damit kaum zu beweisen. Etwas dagegen zu tun, wie und wo auf diesem Globus Menschen lernen andere zu töten, ist ein Job für die Weltgesellschaft, aber keiner für einen hiesigen Strafrichter. Er ist klassisch eine Nummer zu groß. Warum die Regierung ihn der Justiz dennoch aufbürden und sie Täter ohne Tat fangen lassen will, hat nur einen Grund: Man kann sagen, man hat alles getan. Auch wenn es Unsinn ist. (neu)

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