Strompreis : Freie Wahl

Es stimmt: Der Anteil des Staates am Strompreis ist steigt. Dennoch haben die vier großen Stromerzeuger genug Kraft, um Preise am Markt durchzusetzen. Doch für den Verbraucher gibt es einen Ausweg. Ein Kommentar.

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Ein teures neues Jahr. Die Sozialabgaben steigen, Benzin kostet mehr und die Strompreise ziehen auch an. Um durchschnittlich sieben Prozent. Der Haushaltsberater Thilo Sarrazin empfiehlt in solchen Fällen den Hartzern, das Licht auszuschalten. Die Grünen beschuldigen die Energiekonzerne, aufgrund ihrer Marktmacht zwei Milliarden Euro zu viel zu kassieren und die Linken regen bei der Gelegenheit die Verstaatlichung an. Dann wird bestimmt alles gut, die Kraftwerke werden sauber, die Stromnetze leistungsfähig und Energie ganz billig.

Dumm nur, dass vor allem die Politik als Preistreiber in den vergangenen Jahren gewirkt hat. Ob Ökosteuer oder die Förderung der erneuerbaren Energien – der Anteil des Staates am Strompreis ist kontinuierlich gestiegen, allein die Umlage für Erneuerbare hat sich in den vergangenen zwei Jahren fast verdreifacht. Und dennoch haben vor allem die vier großen Stromerzeuger noch immer genug oligopolistische Kraft, um Preise am Markt durchzusetzen. Dem kann sich indes der mündige Konsument widersetzen: Es gibt jede Menge Stromlieferanten, die preiswerter sind als die Großen. Also: Anbieter wechseln und weniger zahlen.

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