Meinung : Stuttgart lässt grüßen

„19 Bewerber für Berlins Polizeiführung“ vom 17. Juli

Das Auswahlverfahren für den neuen Polizeipräsidenten in Berlin aus 19 Bewerbern erinnert mich unwillkürlich an die Neuwahl des Stuttgarter Oberbürgermeisters 1996, nachdem Manfred Rommel nach 22 Dienstjahren abgetreten ist. Dort hat sich u. a. ein Strafgefangener als Nachfolger empfohlen, der versichert hat, dass er sich zum Zeitpunkt der Oberbürgermeisterwahl wieder auf freiem Fuß befindet.

Woher die 19 Bewerber auch immer kommen: Berlin benötigt an der Spitze des Sicherheitsapparates der Bundeshauptstadt nicht nur einen polizeierfahrenen Beamten, sondern ganz speziell einen berlinkundigen Polizeiführer, für den die mit Abstand größte Stadt Deutschlands kein Neuland ist. Das erfordert keine parteipolitische, sondern eine aufgabenorientierte und sachlich begründete Entscheidung.

Prof. Dr. Peter Kolbe,

Berlin-Weissensee

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