Südsudan : Warme Worte, steiler Weg

Große Worte, wichtige Gäste, eine ausgelassene Feier – die Völkerfamilie ist seit Samstag um ein Mitglied reicher: Südsudan. Der 193. Staat der Erde, der 54. Afrikas. Doch eigentlich sind es zwei neue Staaten, denn auch der Norden wird ein anderer Staat. Die internationale Gemeinschaft feiert stolz die Teilung nach einem überwältigenden Referendum. Aber es ist nicht alles Freude. Eines der Probleme hat den Namen Omar al Baschir, der Präsident aus Khartum, der wegen seines unmenschlichen Kampfs gegen die eigene Bevölkerung mit internationalem Haftbefehl gesucht wird. In der neuen Hauptstadt Juba gab er sich jovial, forderte ein Ende der Sanktionen. Er feierte mit Ex-Rebellenchef Salva Kiir und Ban Ki Moon, dem Chef der UN, die gerade erst noch eine Friedenstruppe für Sudan beschlossen haben. Bis hierher war es die leichtere Strecke des Wegs. Nach all den warmen Worten muss die Weltgemeinschaft jetzt in der Praxis ihrer Verantwortung gerecht werden, die sie übernommen hat. Es geht dort auch um die Glaubwürdigkeit der UN. mue

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