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Syrien : Israels Staatschef sät Zwist in der arabischen Welt

12.03.2013 19:06 Uhrvon
Scheinheiliger Vorschlag: Der israelische Präsident hat am Dienstag bei einem Besuch im Europäischen Parlament in Straßburg eine Intervention der Arabischen Liga in Syrien gefordert.Bild vergrößern
Scheinheiliger Vorschlag: Der israelische Präsident hat am Dienstag bei einem Besuch im Europäischen Parlament in Straßburg eine Intervention der Arabischen Liga in Syrien... - Foto: Reuters

Schimon Peres hat die Arabische Liga aufgefordert, den Bürgerkrieg in Syrien zu beenden. Er weiß genau: Mit der arabischen Solidarität ist es in Wahrheit nicht weit her.

Alle Achtung! Da hat Schimon Peres mal wieder unter Beweis gestellt, dass er in Sachen Politik und Diplomatie eine Menge draufhat. Auf fast 90 Jahre kann Israels Staatschef nun schon zurückblicken. Doch seine Fähigkeiten, mit großem Geschick Zwietracht unter Israels Feinden zu säen und gleichzeitig als potenzieller Friedensbringer dazustehen, haben unter dem hohen Alter keineswegs gelitten. Der Vorschlag, die Arabische Liga möge doch bitte im Rahmen einer Blauhelm-Mission den blutigen Bürgerkrieg in Syrien beenden und Assad zum Teufel jagen, gehört genau in diese Kategorie: Nutze die Schwäche und Uneinigkeit deines Gegners gnadenlos aus.

Dabei kannst du gar nicht verlieren. Denn Peres weiß sehr wohl, dass die Arabische Liga weder willens noch in der Lage ist, den Brüdern und Schwestern in Syrien zu Hilfe zu eilen. Mit der arabischen Solidarität ist es nämlich nicht gerade weit her. Sie wird meist nur dann aus der Propaganda-Schublade geholt, wenn es gilt, gegen die „Zionisten“ zu Felde zu ziehen. Dann, und nur dann, wird auch gerne öffentlichkeitswirksam das Schicksal der Palästinenser bedauert. Syrien befrieden? Dieser Schwarze Peter liegt nun bei den Arabern. Mal sehen, wie sie ihn wieder loswerden.

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