Syrien-Türkei : Wo die Grenze ist

Wie gut, dass es die Türken gibt. Ein „Tigerstaat“, wirtschaftlich wie politisch; eine Regionalmacht, deren Bedeutung weiter westlich noch nicht ausreichend wahrgenommen wird. Wobei weiter westlich Europa meint, nicht die USA, die Europa schon lange drängen, die Türken mit offenen Armen aufzunehmen. Einerlei, in der Nato ist die Türkei, und im – diplomatischen – Kampf mit dem Syrien Assads hat sie entscheidende Bedeutung. Für Assad wird es nämlich seit Erdogans klaren Worten ernst, was sich wiederum daran zeigt, dass Russland die Türkei zur Zurückhaltung mahnt. Ihre militärischen Fähigkeiten sind ja auch nicht zu unterschätzen, das verleiht ihren Drohungen und Forderungen Nachdruck, da braucht es eigentlich nicht noch Panzer. Aber das scheint Teil einer Doppelstrategie zu sein, eines, sagen wir, Doppelbeschlusses. Wenn Assad reden will, über die Bedingungen für seinen Abschied von der Macht zum Beispiel, werden sie mit ihm reden. Wenn nicht – dann wird ihn die Wirklichkeit einholen: Hinter den Türken stehen die USA und, sollte es ganz hart kommen, weitere Nato-Verbündete. Wer sein Volk abschlachtet wie Assad, wird aber selber keine neuen Verbündeten finden, sondern die alten verlieren. Russland unter Putin weiß doch auch, wo bei Syrien die Grenzen sind. cas

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