Meinung : Tarifrunde und Konjunktur: Sie pokern um die Macht

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Gewerkschaften und die Arbeitgeber drohen sich gegenseitig mit einer harten Tarifrunde. Die Streikbereitschaft der Arbeitnehmer wird bekräftigt, schlimmste Befürchtungen der Arbeitgeber für Konjunktur und Beschäftigung ausgerufen. Das ist nichts Besonderes, das gehört zum Ritual einer beginnenden Tarifrunde. Besonders ist in diesem Jahr etwas anderes, was die Metall-Tarifverhandlungen mit bestimmen und vielleicht sogar überlagern wird: IG Metall-Chef Klaus Zwickel entgleitet die Führung seiner Gewerkschaft. Längst schon hat sich sein Stellvertreter Jürgen Peters mit lauten Forderungen in den Vordergrund geschoben. Und im Hintergrund wartet der baden-würrtembergische Bezirkschef Berthold Huber auf seine Chance, mit einem hohen Tarifabschluss die Metaller auf seine Seite zu bringen, wenn im nächsten Jahr über die Nachfolge Zwickels abgestimmt wird. Sowohl Peters als auch Huber können sich in dieser Tarifrunde keine Nachsicht erlauben, sie werden einen entschiedenen Hardliner-Kurs fahren, um der Basis zu gefallen. Das ist die wirkliche Gefahr, die in diesem Jahr von der IG Metall für die Tarifrunde ausgeht.

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