Meinung : Tee mit der alten Tante

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Nun also doch. Rund 300 Gewerkschafter rufen zur Wahl der SPD auf. Die Führungsfunktionäre Peters, Bsirske und Sommer konnten sich nach dem Verdruss über die Agendapolitik nicht zur Unterstützung der Sozialdemokraten bekennen. Also müssen Gewerkschafter aus der zweiten Reihe ran. Angeführt von Walter Riester betonen sie die Bedeutung des Sozialen in unserer Gesellschaft, das in den Händen der Sozialdemokraten noch immer am besten aufgehoben sei. Obwohl die sozialdemokratisch geführte Regierung in den vergangenen sieben Jahren „keine Erfolge bei der Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit“ erzielte, wie es im Aufruf der Gewerkschafter heißt. Das könnte auch mit Riester zu tun haben, der in seinen vier Jahren als Arbeitsminister keine wirksamen Rezepte gegen die Arbeitslosigkeit fand. Und unter seinem Nachfolger Clement wurde auch nichts besser. Trotz Hartz, trotz niedrigerer Steuern und der Agenda 2010. Nein, aus tiefer Überzeugung schließen die Gewerkschafter nicht die Reihen. Die Solidarisierung wurde vielmehr durch die Gegner der SPD provoziert, die übermächtige Union und die Linkspartei, deren Protagonisten viele nicht trauen. Da bleibt eben nur die alte Tante SPD. alf

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