Teil der Entrauchungsanlage fertig : Psychologisch geht es aufwärts am BER

Am BER funktioniert der erste Teil der Entrauchungsanlage. Trotzdem gilt auch dort: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Ein Kommentar.

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Herbstlaub liegt im trüben und verregneten Wetter vor dem Terminalgebäude des Hauptstadflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER).
Herbstlaub liegt im trüben und verregneten Wetter vor dem Terminalgebäude des Hauptstadflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt...Foto: dpa

Für Breaking News aus Berlin reicht es nicht. Aber es klappt etwas am unvollendeten Hauptstadtflughafen. Von dort gibt es eine gute Nachricht: Das Entrauchungsmonster ist gezähmt! Na ja, genauer, es ist zähmbar, was gar nicht so selbstverständlich war. Die Flughafengesellschaft hat jetzt einen kleinen Erfolg vermeldet, hinter dem sich ein größerer versteckt. Erstmals funktioniert in einem Teil des Terminals die frühere Horroranlage – in beherrschbare Abschnitte aufgeteilt, neu programmiert. Und zwar so, wie es außerhalb Berlins üblich ist. Also automatisch. Es brennt, die richtige Klappe geht auf, ohne Mensch-Maschine-Erfindungen, mit der der BER 2012 fast eröffnet und gecrasht wäre.

Es mag erst einer von sieben BER-Abschnitte sein. Die psychologische Wirkung für die deprimierendste deutsche Baustelle aber ist größer. Die Verantwortlichen wissen inzwischen offenbar wirklich, was sie tun. Ansonsten bleibt es am BER wie mit dem Eichhörnchen, das sich nur mühsam ernährt. Jede Nuss muss erst geknackt werden. Aber es geht immerhin voran. Endlich.

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