Telekommunikation : Telekom-Chef Obermann: Sympathisch, aber erfolglos

21.12.2012 00:00 UhrVon Corinna Visser
Telekom-Chef René Obermann hört 2013 auf. Foto: Reuters
Telekom-Chef René Obermann hört 2013 auf. - Foto: Reuters

2006 hatte er einen der undankbarsten Posten der deutschen Wirtschaft übernommen. Erfolg hatte René Obermann kaum, dafür aber machte er die Telekom sympathischer.

Nach sieben Jahren hat René Obermann genug. 2006 hat er einen der schwierigsten und undankbarsten Posten übernommen, den die deutsche Wirtschaft zu bieten hat. Als Telekom-Chef stand er wie kaum ein anderer im Spannungsfeld zwischen Politik und Wirtschaft, zwischen Mitarbeitern (wovon viele noch Beamte sind) und Aktionären. Bei kaum einem anderen Unternehmen wollen so viele Leute mitreden wie bei der Telekom. Hinzu kamen hausgemachte Probleme wie die Spitzelaffäre und der Konzernumbau, der zu harten Auseinandersetzungen mit den Mitarbeitern führte. Dabei musste Obermann eine ehemalige Behörde fit machen für den Wettbewerb mit ganz neuen Spielern wie Google oder dem Internettelefonanbieter Skype.

Viele haben Obermann vorgeworfen, er sei zu glatt. Und große Erfolge kann er nicht vorweisen. Zwar ist der Schuldenberg nicht mehr bedrohlich, doch der Umsatz schrumpft und auf dem Heimatmarkt verliert die Telekom immer noch Kunden. Auch das Problem mit der Mobilfunktochter in den USA ist nicht gelöst. Doch die Telekom hat sich unter Obermann verändert, sie ist kundenfreundlicher, innovativer geworden und letztlich auch sympathischer. Das ist sein Erfolg. vis

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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