Tempelhof-Nutzung : Positiv magnetisch

Brot und Butter sind Appetitanreger. Und so funktioniert offensichtlich die gleichnamige Modemesse, die der Regierende Bürgermeister zum Ärger vieler nach Tempelhof geholt hat.

Lorenz Maroldt

Weitere Interessenten rennen der zuständigen Immobiliengesellschaft auf einmal die Bude ein, und dass darunter auch einige wichtigtuerische Windbeutel sind, die nur die neue Thermik des früheren Flughafens für einen öffentlichkeitswirksamen Überflug nutzen wollen, schadet der Sache nicht. Wie es aussieht, wirkt Wowereits Überraschungscoup positiv magnetisch: nicht abstoßend, sondern anziehend. Tatsächlich flogen etliche Kritiker mit ihren Argumenten am eigentlichen Landeplatz vorbei. Warum sollte es besser sein, Gebäude und Gelände komplett und auf Dauer an die Filmstudios Babelsberg zu vermieten? Dann wäre dieser Teil Tempelhofs für die Öffentlichkeit weitgehend gesperrt. So aber kommen Messen hierher, vielleicht ein Reitturnier und sicher noch einiges mehr. Das scheinbar wichtigste Argument gegen Wowereits Entscheidung ist ohnehin falscher Alarm: Ein paar Mieter für die Hangars beantworten nicht die große Frage nach der langfristigen Stadtentwicklung des riesigen Geländes. Sie blockieren sie aber auch nicht. lom

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