Transrapid : Jetzt aber schnell

Wenn der, äh, Hauptbahnhof erst an den Flughafen heranrückt und man sofort einsteigen, äh, oder sogar losfliegen kann – dann geht es um den Transrapid, gell? Also, Edmund Stoiber will als scheidender bayerischer Ministerpräsident noch ein Milliardenprojekt hinterlassen, die Anbindung des Flughafens Franz Josef Strauß draußen im Moos ans schöne München. Das hat Stoiber schon länger im Sinn und einmal so ähnlich wie oben beschrieben derart verballhornt, dass sich die ganze Republik daran belustigte. Das sollte sie aber besser nicht. Der Transrapid ist eine Technik mit Zukunft, und zwar nicht erst dann, wenn die Rad-Schiene-Technik endgültig überholt ist. Hier eine Strecke in Deutschland zu bauen, die nachweist, dass und wie flott es geht, wie flott auch Geld eingefahren werden kann, lohnt sich. Weit über München hinaus. Ein Milliardengrab? 1,85 Milliarden Euro sind nicht zu viel, wenn danach klar ist, dass die Bundesrepublik ihrer eigenen Erfindung traut. Dann werden sich auch andere Regierungen eher trauen, den Transrapid zu kaufen. Denn fährt er hierzulande nicht, fragt sich jeder, warum nicht. Aber wir dürfen nicht zulassen, dass uns der Fortschritt enteilt. cas

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