Meinung : Trend des Tages

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Die parlamentarische Sommerpause naht, und mit ihr die heiße Wahlkampfphase. Jetzt geht’s drum: das richtige Thema zu setzen, den Ton zu treffen, der bis zum 22. September trägt, und die Nerven zu bewahren. Alles zusammengerechnet sieht die Sache für Gerhard Schröder nicht so schlecht aus. Das belegt das neueste Politbarometer. Es zeigt eine Aufwärtsbewegung, die auch anhält. Hier stabilisiert sich allmählich die Hoffnung der SPD, dass der Trend vielleicht doch noch ein Genosse wird. Zwei Prozentpunkte Rückstand zu den Unionsparteien sind von den Sozialdemokraten aufzuholen. Das Thema ist mit den Vorschlägen der Hartz-Kommission zur Halbierung der Arbeitslosigkeit gefunden, der Kanzler hat sie flugs als Hoffnung spendende Innovation begrüßt, und ob er gute Nerven hat (wenigstens nach außen), kann man jeden Tag im Fernsehen prüfen. Nicht zuletzt in den TV-Duellen: Da lässt sich mit Griesgram wenig gewinnen. Der Wähler will bekanntermaßen keinen, der immer nur Probleme benennt, Lösungen aber schuldig bleibt. Zwei Prozentpunkte Abstand sind nicht mehr viel. Bloß sind es auch nicht mehr so viele Tage bis zur Wahl. cas

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