Meinung : Trennungskampf

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Die „Kleine Zeitung“ in Graz bemerkt zum Machtkampf zwischen Haider und FPÖ-Parteichefin Riess-Passer:

In zerrütteten Beziehungen reduzieren sich die Reste der Verständigung auf die Abschiedsdrohung, den Partner und die Familie zu verlassen. Dort ist die FPÖ angelangt. Nur vordergründig wird um Steuerreform und Sonderparteitag gestritten. Wirklich gemeint ist: Wer ist das Familienoberhaupt? Jörg Haider oder Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer? Kein Scheingefecht, sondern beinharter Machtkampf. Erfahrungsgemäß geht Haider dabei Exzess vor Kompromiss. Er weiß, er kann seine Kanzlerträume abschreiben, wenn er unterliegt oder nur noch einfaches Mitglied einer zornig abgespaltenen Landesparteigruppe wird. Da zieht er Scheidung durch Verstoßen vor: Jörg Haider zählt die Tage seiner Susi. Die Trennungskosten an Stimmen trägt die Partei.

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