Türkei bombardiert Nordirak : Reformen statt Raketen

Das Bürgerkriegsland Irak hat einen neuen Kriegsschauplatz. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hat die türkische Armee im Norden des Nachbarlands Stellungen der PKK-Rebellen angegriffen. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

Für Türken und Amerikaner ist die neue Phase des Kampfes gegen die PKK ein geografisch wie militärisch eng begrenzter Konflikt. Doch kleine Kriege haben es oft an sich, plötzlich groß zu werden. Wenn die PKK neue Terroranschläge in der Türkei verüben sollte, wird die Regierung in Ankara unter Druck geraten, im Nordirak mehr zu tun, als Luftangriffe zu starten. Dann könnte der Krieg rasch auf ein Niveau eskalieren, mit dem Amerikaner und nordirakische Kurden nicht mehr einverstanden wären. Um nicht in diese Spirale zu geraten, sollte die Türkei so schnell wie möglich die angekündigten Reformen für die Kurden auf den Weg bringen. Verbesserungen im Alltag der Kurden würden die PKK schwächen, eine Teilamnestie könnte viele Rebellen aus den Bergen locken. Es ist Zeit, dass Ministerpräsident Erdogan seinen Worten Taten folgen lässt. sei

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