Welcher Vorschlag zur Umgestaltung des Berliner Rathausforums gefällt Ihnen am besten?

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von reinhard_rupsch reinhard_rupsch ist gerade offline | 17.12.2009 13:08 Uhr
kritische Rekontruktion der Altstadt!
Hans Stimmann hat einen Vorschlag zur Neugestaltung und wiederbelebung der Berliner Altstadt präsentiert, der besser als all die hier gezeigten Vorschläge zur Mitte Berlins passt.
In das Herz der Stadt gehören keine Baggerseen, Rummelplätze oderWälder.
In das Herz einer stadt gehören Geschäfte und Wohnungen in denenMenschen leben!

Reinhard Rupsch
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von Urbanistin Urbanistin ist gerade offline | 18.12.2009 23:22 Uhr
Kombinieren
Ich möchte gern eine Kombination aus städtischer Bühne und Stadtpark. Ein großer freier öffentlicher und urbaner Raum in der Mitte Berlins - damit würde sich Berlin ein Alleinstellungsmerkmal geben. Häuser gibt es ringsum genug, ständig kommen neue hinzu. In das Herz der Stadt gehören sicherlich Menschen - aber was ist städtischer als ein Treffpunkt für alle, Berliner und Besucher,ansprechend gestaltet und gut gepflegt.
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von delattre delattre ist gerade offline | 20.12.2009 11:27 Uhr
Lindenforum realisieren
Anknüpfend an die o.g. Beiträge. Meiner Auffassung nach sollte der Entwurf "Lindenforum" von Stephan Braunfels realisiert werden. Eine behutsame Randbebauung - diese ermöglicht eine Reurbanisierung der Orte und gibt auch der Altstadt mit heutigen Mitteln ihre Würde wieder - wird mit einem neuen Stadtpark in der Mitte und dem Rückbau einzelner völlig maßstabsprengender Bauten aus der Ulbricht Zeit verknüpft. Solch eine Planung wäre wirklich neu und könnte die Lebensqualität der Menschen deutlich verbessern. Die Zeit ideologische überhöhter Grabenkriege sollte endlich überwunden werden.
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von akula akula ist gerade offline | 21.12.2009 14:38 Uhr
Urgh
Wenn es denn um die Rekonstruktion der historischen Mitte Berlins gehen würde, hätte ich dies gerne angeklickt. Es geht aber nicht darum, allenfalls um einen historischen Grundriss, die aber mit langweiliger 0815 Architektur zugebaut werden würde, aus Stahl, Beton und Glas nach gutem alten Bauhausprinzip. Eine Aufgabe wäre es hingegen, die damalige Wirklichkeit wieder zu errichten, sprich, schöne alte Häuser von vor 1900 - mit viel Stuck oder Holz.
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von Pultnachbar Pultnachbar ist gerade offline | 21.12.2009 20:13 Uhr
Netter Versuch
Das ist doch nur der Versuch, Marx und Engels dort wegzubekommen, weil sich wohl die Mitarbeiter der Senatskanzlei, die in der Mittagspause dort immer vorbeigehen, daran stören. Das Ganze lässt man sich dann was kosten, d.h. dem Steuerzahler.
Würde mich sehr wundern, wenn ein Vorschlag für die Umgestaltung gewänne, bei dem Marx und Engels nicht im Wege stünden. Wer hier in der Stadt das Sagen hat, ist doch klar. Die Umbenennung ist wohl versehentlich schon an die Öffentlichkeit gedrungen: aus dem Marx-Engels-Forum wird das Berliner Rathausforum.
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von SteveBerlin SteveBerlin ist gerade offline | 21.12.2009 22:08 Uhr
Mut zu etwas Großstädtischem und Zeitgemäßem!
Wie im Disneyland olle Häuserfassaden auf einem viel zu engen Stadtgrundriss wieder auferstehen lassen und so tun, als ob es den Krieg nie gegeben hätte? Bäume drauf klatschen und damit die Sichtachsen auf die herrlichen Gebäude am Platz verdecken? Fluten und damit eine kreative zeitgemäße Lösung verhindern? Einfach leer lassen und das ganze dann anmaßend „Esplanade“ oder „Städtische Bühne“ nennen? Diese Leere wäre aber zumindest ehrlich, denn sie würde die grandiose Einfallslosigkeit und Orientierungslosigkeit unserer Zeit veranschaulichen. Gibt es denn überhaupt keine modernen städtebaulichen Visionen mehr? Sind wir die einzige Epoche ohne Mut zu etwas Eigenem?

Was Berlin wirklich fehlt ist ein moderner großstädtischer Platz, der seinen Namen auch verdient. Keine Shopping-Verteiler-Knotenpunkte wie den Alexanderplatz oder den Breitscheideplatz, keine reinen Verkehrskreuzungen wie den Potsdamer Platz oder den Ernst-Reuter-Platz und keine toten Touristenkulissen wie den Pariser Platz oder den Gendarmenmarkt. Dieser Ort ist prädestiniert für einen moderne Rathausplatz mit Aufenthaltsqualität und echten Großstadtleben!

Hier mein Entwurf: Eine Agora für Berlin
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von DavTrade DavTrade ist gerade offline | 23.12.2009 10:45 Uhr
Rathausplatz!!
Hallo SteveBerlin,

ein schöner Entwurf! Auch ich sehe in Berlin den Bedarf für einen richtigen Großstadtplatz. So etwas gibt es nämlich wirklich nicht! Berlins Zentrum ist heute etwa so urban wie ein Autobahnkreuz im Ruhrgebiet. Viele Menschen auch im Senat verwechseln offenbar viel Autoverkehr mit Urbanitärt. Ich hoffe sehr, dass der Ort vor dem Rathaus ein belebter großstädtischer Platz ohne Verkehrslärm wird!
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von heydenreich heydenreich ist gerade offline | 21.12.2009 22:15 Uhr
Kombinieren 2
Wasser mit Insel durch zwei Brücken verbunden, in der Mitte Amphietheater und ufer mit Sandstrand
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von delattre delattre ist gerade offline | 25.12.2009 21:05 Uhr
Maß und Mitte
Eine Anmerkung SteveBerlin. Ohne hier auch nur annähernd auf alle Einzelheiten eingehen zu können. Herzlichen Dank für Ihren Beitrag, den ich aufmerksam und mit Interesse gelesen habe. Inhaltlich teile ich Ihre Position so nicht. Meiner Auffassung nach machen Sie es sich mit der Ablehnung des Entwurfs von Stephan Braunfels wirklich zu einfach. Auch Ihre Begeisterung für den Futurismus in der Ulbricht Zeit kann ich inhaltlich nicht nachvollziehen. Für viele Menschen ist dieser Futurismus ein Symbol des Kalten Krieges und der ideologischen Verblendung. Auch ist meines Erachtens in dieser Debatte eine erneute Auseinandersetzung mit der Geschichte vor 1933 notwendig. Wer immer hier baut sollte die durchaus bedeutsame Kulturgeschichte dieser Orte vor 1933 nicht erneut einfach ignorieren.
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von SteveBerlin SteveBerlin ist gerade offline | 26.12.2009 15:31 Uhr
Kommentar zu "Maß und Mitte"
Eine Anmerkung zur Anmerkung:
Lieber Delattre, freut mich, dass Sie (und auch DavTrade!) meinen Beitrag gelesen und kommentiert haben! Aber durch Ihre Anmerkung fühle ich mich etwas missverstanden: Ich empfinde durchaus keine "Begeisterung für den Futurismus in der Ulbricht Zeit". Aber ich denke, totschweigen ist nie eine Lösung. Viel mehr muss man mit den historischen Zeugnissen, die es noch gibt, kritisch umgehen und sie baulich kommentieren, man muss ihnen etwas Zeitgemäßes entgegen setzen. Weiterhin sehe auch ich die Notwendigkeit für eine "Auseinandersetzung mit der Geschichte vor 1933". Daher enthält mein Entwurf auch viele Bezüge zu dieser Zeit - mehr Bezüge als die nun offiziell zur Diskussion stehenden fünf Entwürfe. Aber ich wehre mich gegen den Idee der unkritischen Rekonstruktion, also gegen den trivialen Wiederaufbau einer künstlichen, nicht zeitgemäßen Kleinstadtidylle.

An dieser Stelle möchte ich gerne noch einmal auf meinen Entwurf verweisen:
http://stefanheimann.eu/inhalt/Agora.pdf
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von balticstar balticstar ist gerade offline | 26.12.2009 17:35 Uhr
Ich halte es mit Peter Zwegat...
"Die Sch.. muß ein Ende haben!"

Die Taschen gehören endlich zugenäht! Es ist keine Kohle da! Oder die 40 Milliarden schon vergessen? Tja, arm aber sexy!

By the way: Wie geht es eigentlich Klaus-Rüdiger Landowsky?
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von delattre delattre ist gerade offline | 27.12.2009 12:07 Uhr
Vernünftige Balance
Der Begriff "zeitgemäß" ist unbestimmt und kann daher vielfältigen Entwürfen einen Rahmen geben. Eine weitere Diskussion was denn europäische Stadtbaukunst in unserer Zeit sein soll und was nicht; wo planerische Konzepte (die ideologische Großstadtfeindschaft vieler Planer nach dem Ersten Weltkrieg bis Mitte der 70er Jahre, zu enge Hinterhöfe und schlechte Wohnräume für Arbeiter und Angestellte in der Stadt des 19. Jahrhunderts...) völlig zu Recht überwunden werden müssen; aber auch, wo ein Erhalt, ein Anknüpfen und eine Weitergabe von Wissen und Erfahrung für die Gestaltung von Neubauten und Stadtquartieren sinnvoll und wünschenswert ist, bleibt notwendig. Meiner Auffassung nach ist der Entwurf von Stephan Braunfels zeitgemäß und ermöglicht eine vernünftige Balance zwischen Erhalt und notwendiger Erneuerung. In diesem Sinne allen Akteuren hier alles Gute für 2010!
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von hresa hresa ist gerade offline | 28.12.2009 10:34 Uhr
@akula
Immer dieses verklärte Unwissen.
Der Teil der Stadt hatte weder Stuck an den Häusern noch gab es dort Häuser aus der Gründerzeit oder Später.

Das war Altstadt, und zwar echte Altstadt, mit schmutzigen kleinen Häusern, Außentoilette, Müll auf den Straßen, sehr armen Bewohnern.
So wie jede Altstadt, bevor die Leute reich wurden in Deutschland.
Zilles Milljö, genau das war es.

Das war für die Bewohner weder schön, gemütlich noch gesund. Es war nur, grade so, bezahlbar.

Das einzige, bei dem sie recht haben, wäre, dass das Viertel mit "schönstem" Beton, so wie das Nikolai-Viertel, aufgebaut würde.
Phantasielos, wie alle "aufpolierten" Altstädte dieser Welt.
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von hresa hresa ist gerade offline | 28.12.2009 10:42 Uhr
Zeitgemäß... (immer diese schw. Argumente)
Was ist Zeitgemäß?

Der Palast war Zeitgemäß.
Das ICC ist Zeitgemäß.
Die Gropiusstadt ist Zeitgemäß.
Der Ernst-Reuter-Platz ist Zeitgemäß.
Der Bierpinsel ist Zeitgemäß.
Die Hinterhöfe im Wedding und Kreuzberg sind/waren Zeitgemäß.
Das Neue Kreuzberger Zentrum (NKZ am Kotti) ist Zeitgemäß.

Nur sind 99% der Sachen, die beim Bau Zeitgemäß waren, kurze zeit später Unzeitgemäß und werden von (fast) allen als städtebauliche oder architektonische Sünde aller erster Güte bezeichnet.

Wollen wir also einen kalten, windigen Aufmarschplatz vor dem Roten Rathaus?

Mir gefällt eigentlich keiner der neuen Vorschläge. Auch nicht der Park, obwohl er einen Vorteil hätte: keine sichtbare Leere ;-)

Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem sinnvolle Vorschläge kommen, die nicht von irgend einem, dessen Idealvorstellungen nicht getroffen werden, und der sich deshalb beleidigt äußert,
gleich abgelehnt werden, sollte es so bleiben wie es ist.
Es ist zwar nicht hübsch, dafür gibt es weltweit nur wenige Städte, die von sich behaupten können, in der Stadtmitte einem Platz ohne Namen zu haben ;-)
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von S.Langbein S.Langbein ist gerade offline | 18.3.2010 14:15 Uhr
Noch mehr langweilige Bebauung!
Wie von einigen schon korrekt bemerkt, geht es wieder nur um eine Bebauung mit langweiligem Einheitklötzern - von Architektur kann man bei den Neubauten nach 1990 ja kaum sprechen! Man schaue sich nur die Friedrichstraße an - SCHÖN ist was anderes, gemütlich erst recht!!! SO verweilt man zum Brunch lieber im Prenzl'berg oder Kreuzberg. Oder schlendert auf dem Ku'damm.
Ein Freund sagte dazu mal: In Berlin haben die berühmtesten Architekten ihre billigsten und hässlichsten Werke hinterlassen. Dem Senat sei dank, geht das wohl so weiter. Denn wiedermal wird ein Stück grüne Lunge dem schnöden Mammon geopfert anstatt sich beispielsweise auf dem Alex um mehr Urbanität zu kümmern und dort für mehr Cafés und Restaurants zu kümmern. Auch zwei, drei Kübel Strauchwerk würden DORT nicht schaden!
Aber stattdessen kickt man leichter schnell noch Marx und Engels weg und nennt das ganze kurzerhand um - Rathausforum - wie einfallslos! Wurde Berlin nicht schon genug zugeklotzt?
Und wenn man schon im Namen der Bürger agieren will, sollte man erstmal jenes Bürgerforum im "Band des Bundes" bauen! Erinnert sich daran vielleicht noch jemand? Aber dieses Projekt ist sicher auch nur zufällig "vergessen": Nicht das die Herren Entscheidungsträger noch zu sehr mit ihren Wählern in Kontakt kommen - man müsste sich ja eventuell verantworten und das wollen wir ja nun wirklich nicht!
Schade, schade für diese Stadt - so wird das nichts, zumindest keine Stadt von Weltruf!

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