Umweltschutz : Für die Energiewende ist mehr Markt nötig

Feste Preise und Abnahmegarantien haben Marktmechanismen außer Kraft gesetzt. Das muss sich ändern. Sonst scheitert die Energiewende

Alfons Frese

Hilfe! Peter Altmaier verstört die Stromverbraucher mit einer schrecklichen Einschätzung: Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sei so kompliziert wie eine Gesundheitsreform, meint der Umweltminister. Will sagen: Da kommt nichts Vernünftiges bei rum, wenn Legionen von Lobbyisten mitmischen und die Politik sich im Interessengestrüpp verheddert. Die Politik? Die Bundespolitik wird maßgeblich von Altmaier und Wirtschaftsminister Rösler bestimmt – ein Duo, das eher Probleme schafft als löst. Und dann kommen auch noch 16 Energiekonzepte der Länder dazu. Dennoch wird es Änderungen am EEG geben müssen. Das von Rot-Grün entwickelte Gesetz ist überaus erfolgreich, inzwischen wird fast ein Viertel des Stroms hierzulande sauber erzeugt. Doch feste Preise und Abnahmegarantien für die Ökostromerzeuger haben Marktmechanismen außer Kraft gesetzt und gefährden das gesamte Versorgungssystem. Schließlich wird der Verbraucher überfordert und übervorteilt: Die Politik macht eine Energiewende und lädt die Kosten bei der breiten Masse der privaten Verbraucher ab. Mit der Reform des EEG muss sich das ändern – sonst kommt die Wende der Energiewende.

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