Meinung : Unterm Tisch

SCHILL, BEUST UND DIE MACHT

-

Moin, Ole! Guten Tag, Ronald! So begrüßten sich früher der Erste und Zweite Bürgermeister der Hansestadt Hamburg. Der Männerbund endete nach einem lauten Gespräch im August über Filz, Pfründe und schwule Senatoren: Ole von Beust fühlte sich bedroht und feuerte Ronald Schill aus dem Senat mit dem Urteil, der sei „charakterlich nicht geeignet“. Mit diesem Erpresser werde er sich nicht mehr an einen Tisch setzen. Nun ist die Frage aufgetaucht, ob sich Beust bei Koalitionsgesprächen unter den Tisch oder auf die Deckenlampe begeben muss: Die SchillPartei bejubelt ihren Namensgeber wie einst im Mai; Schill soll Parteichef und Spitzenkandidat bleiben. Nur mit ihrer bizarren Leitfigur sehen die abstürzenden Rechtspopulisten eine Chance, die Fünf-ProzentHürde zu nehmen. War da was? Die Machtmenschen der Koalition müssen sich bis zur nächsten Wahl verbale Krücken basteln, um beim Tanz mit dem Wiedergänger nicht zu stürzen. Die Fehler von gestern rächen sich: Um der Macht willen hat von Beust an Deutschlands hässlichster Koalition festgehalten und keine Neuwahlen ausgerufen. Er wird den Schill nicht mehr los. gb

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben