Unterstützung von privaten Kitas : Staatskohle für Biomöhren

Braucht die private "Luxus-Kita" mit eigenem Ponyhof wirklich einen Zuschuss vom Staat? Mit Sicherheit nicht. Die Eltern, die ihre Kinder in eine solche Einrichtung schicken können, sind auf öffentliche Förderung nicht angewiesen.

Cordula Eubel

Der Vorstoß von Familienministerin Ursula von der Leyen, künftig auch gewinnorientierte private Kindertagesstätten mit öffentlichen Geldern zu fördern, ist daher mit Skepsis zu sehen. Doch jedes private Engagement beim Ausbau der Kinderbetreuung zu verdammen, wäre auch verkehrt. Private Anbieter erhalten heute Fördergelder vom Staat, wenn sie gemeinnützig arbeiten. Auch deshalb gibt es eine bunte Landschaft in der Kinderbetreuung – von der privaten Elterninitiative bis zur kommunalen Kita. Eltern können wählen, ob ihnen die konfessionelle Erziehung ihrer Kinder wichtig ist oder etwa das Bioessen für den Nachwuchs. Wenn die Bundesregierung die Förderpolitik tatsächlich ändern will, sollte sie das nach strengen Kriterien tun: Kitas sollten nur dann mit staatlichen Geldern gefördert werden, wenn sie keine „Luxusbeiträge“ verlangen, sondern auch Kindern aus Familien mit geringem Einkommen offenstehen. ce

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