Meinung : US-Gegenschlag: Kampf am Boden - US-Außenminister Powell in Pakistan

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Zum Thema Online Spezial: Terror und die Folgen
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Chronologie: Terroranschläge in den USA und die Folgen
Fotostrecke: Bilder des US-Gegenschlags Die Luftangriffe auf Afghanistan haben nun über eine Woche gedauert - den Bombern gehen die Ziele aus. Experten leiten aus dem Einsatz von Hercules AC130 Flugzeugen einen baldigen Einsatz von Bodentruppen ab. Und so wird Pakistan zum wichtigsten Element der zweiten Kriegsphase: Wegen ihrer Nähe zum Taliban-Gebiet sind die Militärbasen, die die Amerikaner hier benutzen dürfen, von unschätzbarem Wert. Denn nur, wenn schnell Verstärkung vor Ort gebracht werden kann, lässt sich das Risiko der Spezialkommandos begrenzen, die Osama bin Laden jagen sollen. Pakistan stand bisher wie kein anderer Staat der Region an der Seite der USA. Pervez Musharraf hat trotz heftiger Proteste der moslemischen Extremisten keinen Zweifel an dieser Partnerschaft aufkommen lassen. Daher ist es nur angemessen, dass die erste Auslandsreise von Außenminister Powell nach dem 11. September nach Islamabad führt: Jetzt, wo die zweite Phase des Krieges bevorsteht, will er Musharraf den Rücken stärken. Die von den Amerikanern versprochene Entwicklungshilfe ist angesichts des Flüchtlingsproblems eine Selbstverständlichkeit. Wichtiger für Pakistan ist die Versicherung Powells, die Paschtunen - die bisher die Taliban unterstützten und auch in Pakistan siedeln - in eine zukünftige afghanischen Regierung einzubinden. Zudem soll Islamabad zum strategischen Partner Washingtons aufsteigen. Powell muss alles tun, um eine Destabilisierung der Region zu verhindern. Auch Indien möchte er in eine momentane "Pax americana" einbinden - damit die USA freie Hand haben im Krieg gegen die Taliban.

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