USA gegen Iran : Rundherum Waffen

An dieser Frage scheiden sich die Geister: Werden Waffen in eine spannungsgeladene Region geliefert, um eingesetzt zu werden, oder liefert man sie zur Abschreckung?

Malte Lehming

An dieser Frage scheiden sich die Geister: Werden Waffen in eine spannungsgeladene Region geliefert, um eingesetzt zu werden, oder liefert man sie zur Abschreckung? Machen sie den Krieg wahrscheinlicher oder den Frieden? Bei der US-Nachrüstung in Europa während des Kalten Krieges muss man rückblickend zum Ergebnis kommen: Ja, durch sie wurde die gewaltfreie Implosion des Kommunismus befördert. Gilt nun Ähnliches beim zweiten kalten Krieg der USA, dem gegen den Iran? Mit 20 Milliarden Dollar, gestreckt auf zehn Jahre, ist es das bislang umfangreichste Rüstungsabkommen der Regierung von Präsident George W. Bush, profitieren werden in erster Linie Israel, Saudi-Arabien und ein paar weitere Golfstaaten. Wirklich wohl kann dabei keinem sein. Zu deutlich steht die Not hier Pate. In Schach gehalten wurden die Mullahs einst von den Taliban in Afghanistan und Saddam Hussein im Irak. Doch diese Kräfte wurden vom US-Militär besiegt. Seitdem wird der Iran immer stärker – und immer dreister. Ihm fehlt das regionale Gegengewicht. Ob Saudi-Arabien in diese Rolle hineinwächst, ist ungewiss. Insofern sind die Waffenlieferungen eher als Signal zu verstehen, das Wachstum des iranischen Einflusses zumindest verlangsamen zu wollen. Mehr ist zurzeit nicht drin. mal

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