Vatikan und Kindesmissbrauch : Bedrohliche Botschaft

Und dann diese Nachricht: Der heutige Papst hatte als Erzbischof von München und Freising, damals, Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre, auch einen eklatanten Fall von Pädophilie. Einen in jeder Hinsicht problematischen.

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Was als Akt der Barmherzigkeit begann und gedacht war, als Hilfestellung zur Therapie, endete – nein eben nicht, es endete nicht, sondern die Tragik hat sich fortgesetzt. Sogar über die Zeit Joseph Ratzingers in München hinaus. Hat er es gewusst, dass der Priester wieder eingesetzt wurde, als ein in diesem Falle besser „sogenannter“ Seelsorger? Oder hat er es nicht gewusst, nur womöglich aus Nachlässigkeit? Beide Möglichkeiten sind, vorsichtig ausgedrückt, unschön. Und beide werfen ein Licht auf die katholische Kirche in ihrer Gesamtheit, auf alles das, was gerade verhandelt wird, ein Zwielicht. Denn genau in diesen Tagen müssen sich die deutschen Bischöfe vor eben diesem Papst, dem deutschen, für die Missbrauchsfälle verantworten; und kaum verhüllt wird ihnen vorgehalten, nicht schnell genug aufzuklären. Auch entschädigen sollen sie die Opfer, hat ihnen ein bis ins Herz empörter deutscher Kurienkardinal öffentlich abverlangt. In der Sache Ratzinger schweigt der Vatikan. Mit dem Apostel Matthäus gesprochen: Ein jeder erkenne die Zeichen der Zeit. Ein jeder. cas

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