Vattenfall und Krümmel : Zu blöd

Vattenfall kennt sich mit Atomkraftwerken aus, die Anlagen in Krümmel und Brunsbüttel wurden aufwändig repariert. Trotzdem kommt kaputter Trafo eben vor.

Alfons Frese

Tuomo Hatakka träumt in diesen Tagen von Trafos. Sofern er überhaupt in den Schlaf findet. Der Chef der Vattenfall Europe ist der unbeliebteste Energiemanager Europas – weil ein defekter Transformator ein ganzes Atomkraftwerk lahmgelegt hat. Das wäre nicht viel mehr als ein Routinevorgang, wenn das Kraftwerk nicht bereits zwei Jahre außer Betrieb gewesen wäre – wegen eines Trafos. Hatakkas Leute haben seitdem für mehr als 100 Millionen Euro die Anlagen in Krümmel und Brunsbüttel repariert. Dann endlich wird Mitte Juni wieder angefahren – und drei Wochen später knallt der nächste Trafo durch. Was sind das für Deppen bei Vattenfall, fluchen nicht nur die Atomkraftmanager bei RWE und Eon. Kann das Zufall sein oder sind die Hatakkas schlicht zu unfähig, um ein AKW zu betreiben? Die Empirie spricht gegen Unfähigkeit, seit Jahrzehnten hat Vattenfall Kernkraftwerke. Und im konkreten Fall Krümmel haben sie wirklich gelernt aus dem Desaster des Sommers 2007, sich viel Zeit und Geld genommen für Instandsetzung, und neue Informationssysteme, Sicherheit und Kommunikation vor den Profit gesetzt. Doch dann fiel der Trafo aus. Zu blöd. alf

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