Meinung : Verhaltenskodex für das Ostchinesische Meer

„Felsige Weltpolitik“ vom 23. Oktober

Ich freue mich sehr, dass Benedikt Voigt in seinem Kommentar zur Kontroverse im Ostchinesischen Meer Taiwan erwähnt. Bedauerlicherweise vergessen die internationalen Medien und die Weltöffentlichkeit in Bezug auf die Gebietsstreitigkeiten zwischen den großen Mächten China und Japan, dass auch die Republik China (Taiwan) aufgrund geografischer und historischer Gegebenheiten bei der Territorialfrage im Ostchinesischen Meer eine wichtige Rolle spielt. Präsident Ma Ying-jeou hat bereits im August 2012 die beteiligten Parteien zu einer „Friedensinitiative für das Ostchinesische Meer“ aufgerufen, die zuerst einen friedlichen Dialog und schließlich die Entwicklung von Kooperationen zur Ressourcenteilung anregen soll. Als Kernthemen der Initiative werden Kooperationen in der Fischereiindustrie, bei Meeresforschung und maritimem Umweltschutz, bei Sicherheitsstrategien im Seeverkehr und der Seenotrettung berücksichtigt. Im Vordergrund steht aber die gemeinsame Abfassung eines Verhaltenskodex für das Ostchinesische Meer. Als Vorbild gelten die Asean-Staaten.

Wen-chiang Shen, Leiter der

Presseabteilung Taipeh Vertretung in der

Bundesrepublik Deutschland, Berlin-Mitte

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