Verkehr : Einstieg in den Ausstieg

Das Auto ist oftmals das langsamste, umweltschädlichste und gefährlichste Fortbewegungsmittel. Das Auto in seiner jetzigen technischen Ausgestaltung muss der Vergangenheit angehören. Doch der Weg dort ist noch weit.

Endlich, möchte man ausrufen. Endlich geht die Politik hin und zeigt dem Auto seine Grenzen auf. Der erklärte Wille des EU-Umweltausschusses, bereits ab 2012 den durchschnittlichen Kohlendioxidausstoß für Pkw grundsätzlich bei 120 Gramm pro Kilometer zu deckeln, ist überfällig und richtig. Aber es ist nur ein erster Schritt auf dem Weg zu einer neuen, klimafreundlichen Mobilität. Jahrzehntelang haben Politik und Gesellschaft das Auto und die angeblich mit ihm einhergehende persönliche Freiheit zum Goldenen Kalb erklärt. Es gab gar einen Autokanzler. Schiene, öffentlicher Personennahverkehr und Binnenschifffahrt haben darunter arg gelitten. Das Ergebnis dieser kritiklosen Verklärung ist täglich zu besichtigen. Kilometerlange Staus und überfüllte Straßen machen das Auto vielerorts zum langsamsten, umweltschädlichsten und gefährlichsten Fortbewegungsmittel. Würden diese Folgekosten den Autofahrern stärker aufgebürdet, wäre ihr Fahrzeug mit Abstand auch das teuerste. Das Auto in seiner jetzigen technischen Ausgestaltung muss der Vergangenheit angehören. Dafür gilt es in naher Zukunft aber noch viel zu tun. (lha)

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