Meinung : Verteidiger der Armen

Zum Papst Franziskus

Für das lateinamerikanische Volk ist es ein große Ehre, dass Kardinal Jorge Bergoglio zum neuen Papst gewählt wurde. Sein Willen, die Einigkeit in Argentinien zu verteidigen, ging immer zusammen mit seiner Berufung, die Armen zu verteidigen und Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit anzuprangern, die die Kultur des Konsums verursacht. Seine Ernennung stellt einen wichtigen Schritt für die Kirche dar, die ihre grundlegenden Prinzipien wieder übernimmt, welche dem Christentum stets seine große Bedeutung verliehen haben: die Nächstenliebe, die Gerechtigkeit, die Gleichheit, die Erinnerung. Das Recht. Das Wort. Die Barmherzigkeit. Die Bescheidenheit. Die Würde. Bergoglio wurde in Buenos Aires wegen seines einfachen Lebens geschätzt, ein Leben für die Armen und die Vergessenen, denen Bergoglio immer versuchte, das Wort zu geben, sie der Stille zu entziehen, sie näher zu Christus zu bringen, um ihnen irgendwie Würde zu geben. Hoffnung. Rechte.

Als Argentinier fühle ich mich stolz. Als junger Christ fühle ich mich glücklich. Denn ich bin mir sicher, dass Bergoglio eine Renovation der Katholischen Kirche zustande bringen wird. Seine Verpflichtung gegenüber den Armen in Lateinamerika (die Region mit der größten Ungleichheit der Welt) ist ein gutes Zeichen dafür, dass Francisco I die Botschaft von Jesu Christus aufgenommen hat. In seiner letzten Rede in Buenos Aires sagte Bergoglio: „Jesus lehrt uns den anderen Weg: nämlich Zeugnis ablegen, sich für den anderen interessieren, mit anderen teilen, Fragen stellen, sich verkörpern.“

Guido Leonardo Croxatto,

Berlin (Doktorand, Freie Universität)

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